Weltmissionssonntag 2026 im Bethlehem

Die SMB-Gemeinschaft und der Freundschaftskreis der SMB haben zum Gottesdienst «100 Jahre Weltmissionssonntag» in Immensee eingeladen.

21.10.2026

Autorin: Anna Schäli, Co-Leiterin F-SMB

Vier Kontinente – eine gemeinsame Botschaft

Die SMB-Gemeinschaft und der Freundschaftskreis SMB haben zum Gottesdienst «100 Jahre Weltmissionssonntag» in Immensee eingeladen.

Was verbindet Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Kontinenten?

Dieser Frage gingen die Teilnehmenden am 18. Oktober 2026 bei der Messfeier zum 100. Weltmissionssonntag in der grossen Kapelle des Missionshauses Bethlehem in Immensee nach.

Unter dem Leitwort «Eins in Christus – vereint in der Mission» gestalteten Menschen aus vier Kontinenten gemeinsam mit Martin Jäggi einen eindrücklichen Gottesdienst. Anna Schäli vom Freundschaftskreis SMB erinnerte daran, dass vor genau 100 Jahren die ersten Missionare der Missionsgesellschaft Bethlehem nach Qiqihar in China ausgesandt wurden. Seither haben sich vielfältige Beziehungen über Kontinente und Kulturen hinweg entwickelt.

Vier Sprichwörter aus vier Kontinenten gaben der Feier einen roten Faden vor

Aus Asien kam der Gedanke, schwere wie leichte Lasten gemeinsam zu tragen. Südamerika erinnerte daran, dass Zusammenhalt Stärke schafft. Das afrikanische «Ubuntu» brachte zum Ausdruck, dass wir erst durch andere Menschen zu dem werden, was wir sind. Die Schweiz steuerte das vertraute «Einer für alle, alle für einen» bei. Trotz unserer unterschiedlichen Herkunft verbindet uns der Wunsch nach Gemeinschaft, gegenseitigem Respekt und friedlichem Zusammenleben.

Menschen aus vier Kontinenten gestalteten zusammen mit Martin Jäggi SMB (im Bild) den Gottesdienst.

In seiner Predigt griff Martin Jäggi diesen Gedanken auf. Mission bedeute heute nicht mehr, einfach von Europa aus in die Welt zu gehen, um anderen etwas zu bringen. Mission bedeutet Begegnung: einander zuhören, voneinander lernen und sich gegenseitig bereichern. Wer anderen Kulturen offen begegnet, entdeckt dabei oft auch die eigene Kultur neu. Unsere Verschiedenheit trennt uns nicht davon, gemeinsam Verantwortung für diese Welt zu übernehmen. Überall, wo wir zusammenarbeiten, können wir gut leben!

Die stimmungsvolle Musik aus den vier Kulturkreisen verlieh dem Gottesdienst eine besondere Atmosphäre. Beim anschliessenden Apéro bot sich Gelegenheit, die Botschaft der Feier gleich in die Tat umzusetzen: miteinander ins Gespräch kommen, Gemeinschaft pflegen und neue Begegnungen schaffen.

So wurde aus dem Weltmissionssonntag nicht nur eine Erinnerung an 100 Jahre Missionsgeschichte, sondern vor allem ein lebendiges Zeichen für eine gelebte Gemeinschaft.

Sonja Marty, Co-Leiterin des Freundschaftskreises.
Franco Garzón, Pablo Lacolla und Maria Holl musizierten gemeinsam.