Die Entwicklung der SMB verbindet Welten und Generationen

Am Samstag, 20. Juni 2026, hat das 15. Freundschaftstreffen im Rigiblick im Missionshaus in Immensee stattgefunden. Teilnehmende waren Mitglieder der SMB, Mitglieder des Freundschaftskreises sowie weitere Interessierte.

05.08.2026

Autorin: Sonja Marty / Fotos: Ueli Schäli

Trotz hochsommerlicher Temperaturen liessen sich über 40 Angehörige der Missionsgesellschaft Bethlehem (SMB), Mitglieder des Freundschaftskreises sowie weitere Interessierte die Teilnahme am 15. Freundschaftstreffen am Samstagnachmittag, dem 20. Juni 2026, im Saal Rigiblick der Missionsgesellschaft Bethlehem in Immensee nicht nehmen. Der Rigiblick war bis auf den letzten Platz besetzt – ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit der SMB und des grossen Interesses am Tagesthema «Die Entwicklung der SMB verbindet Welten und Generationen».

Mit viel Enthusiasmus und Freude wurde der Anlass von der Kerngruppe des Freundschaftskreises organisiert. Sonja Marty, Co-Leiterin des F-SMB, sowie die Kerngruppenmitglieder Astrid Peissard und Toni Studer zeichneten sich für die Vorbereitung verantwortlich. Sonja Marty führte durch den Nachmittag und hiess die Gäste herzlich willkommen. Besonders begrüsste sie den Generaloberen der Missionsgesellschaft Bethlehem, Ludovic Nobel, den SMB-Novizen Pierre Damien sowie den Aspiranten Jean de Dieu Twagirimana, die beide aus Ruanda stammen und im Torry in Fribourg wohnen.

Sonja Marty, Co-Leiterin des Freundschaftskreises, führte durch den Nachmittag und hiess die Gäste herzlich willkommen.

Den thematischen Einstieg gestaltete Generaloberer Ludovic Nobel. Anhand einer anschaulichen und detaillierten PowerPoint-Präsentation zeichnete er die Entwicklung der Missionsgesellschaft Bethlehem nach. Er erläuterte die Veränderungen der vergangenen Jahre, die aktuellen Herausforderungen sowie die Perspektiven für die Zukunft. Dabei wurde besonders eindrücklich sichtbar, dass sich die SMB zunehmend zu einer international geprägten Missionsgesellschaft entwickelt. Mitglieder aus verschiedenen Ländern und Kulturen prägen heute und in Zukunft das Leben der Missionsgesellschaft und verleihen ihr eine zunehmend internationale und zugleich weltkirchliche Ausrichtung. Diese Entwicklung wurde durch die beiden Gäste aus Ruanda auf eindrückliche Weise veranschaulicht. Gleichzeitig bleibt die Missionsgesellschaft ihren Wurzeln und ihrem missionarischen Auftrag treu und verbindet Menschen, Kulturen und Generationen über Kontinente hinweg.

Ludovic Nobel erklärt den Anwesenden die Details der SMB-Ausbildung in Simbabwe.

Die anschliessende Fragerunde entwickelte sich zu einem lebendigen Austausch zwischen Referenten und Teilnehmenden. Dabei wurden persönliche Erfahrungen, Fragen zur Zukunft der Missionsgesellschaft und zu ihrem missionarischen Auftrag sowie das Mindestalter, das Auswahlverfahren und der Frauenanteil in der SMB offen angesprochen.

Nach einer kurzen Pause berichteten Pierre Damien und Jean de Dieu Twagirimana auf eindrückliche und sehr persönliche Weise von ihrem bisherigen Lebens- und Glaubensweg. Mit bewegenden Worten erzählten sie von ihrer Herkunft in Ruanda, ihrem Weg zur Missionsgesellschaft Bethlehem und den Erfahrungen, die sie auf ihrem Berufungsweg bereits sammeln durften. Ihre Offenheit und Authentizität berührten die Anwesenden und vermittelten einen lebendigen Einblick in das Leben junger Menschen, die sich für den missionarischen Dienst entschieden haben.

Jean de Dieu Twagirimana berichtete auf eindrückliche und sehr persönliche Weise von seinem bisherigen Lebens- und Glaubensweg.
Pierre Damien Nizeyimana stammt ebenfalls aus Ruanda. Auch er berichtete von seinem bisherigen Lebens- und Glaubensweg.

Auch im zweiten Gesprächsteil beteiligten sich Sonja Marty, Astrid Peissard und Toni Studer mit Fragen an die Referenten. Toni Studer, der selbst einen Laieneinsatz auf den Philippinen absolviert hat, interessierte besonders, ob es künftig wieder Möglichkeiten für Laieneinsätze innerhalb der Missionsgesellschaft geben wird.

Die Antworten machten deutlich, dass eine Zusammenarbeit mit engagierten Laien grundsätzlich möglich ist, und zu gegebener Zeit geprüft werden wird.

Die beiden Fragerunden wurden von den Anwesenden sehr geschätzt und trugen wesentlich zur offenen, vertrauensvollen und familiären Atmosphäre des Nachmittags bei.

Mit einem gemeinsamen Dank und Segen fand der offizielle Teil des Freundschaftstreffens seinen Abschluss. Beim anschliessenden Apéro auf der Galerie bot sich reichlich Gelegenheit, die Gespräche in ungezwungener Atmosphäre weiterzuführen, neue Kontakte zu knüpfen und bestehende Freundschaften zu pflegen. Besonders der feine Speck- und Kräuterzopf des Bistros fand bei den Gästen grossen Anklang.

Für einen stimmungsvollen Ausklang sorgten Ursula Duss und Anita Baumgartner aus der Siedlung «Wohnen im Bethlehem:. Gemeinsam mit zahlreichen Bewohnerinnen und Bewohnern begleiteten sie den Apéro mit Liedern und Gesang und bereiteten damit allen Anwesenden grosse Freude.

Ursula Duss (ganz rechts) und Anita Baumgartner (Fünfte von links) begleiteten den Apéro gemeinsam mit weiteren Mieterinnen und Mietern mit Liedern und Gesang.

Das 15. Freundschaftstreffen zeigte eindrücklich, dass die Zukunft der Missionsgesellschaft Bethlehem von Menschen getragen wird, die über Generationen, Kulturen und Kontinente hinweg gemeinsam unterwegs sind. Die zunehmende Internationalisierung der SMB war an diesem Nachmittag nicht nur Thema der Referate, sondern auch in den persönlichen Begegnungen unmittelbar spürbar. So wurde das Motto des Tages – «Die Entwicklung der SMB verbindet Welten und Generationen» – für alle Anwesenden lebendig und erfahrbar.

Ein herzlicher Dank galt allen, die zum Gelingen des Freundschaftstreffens beigetragen haben – insbesondere den Referenten, den musikalisch Mitwirkenden, den Organisatorinnen und Organisatoren sowie allen Helferinnen und Helfern im Hintergrund. Ihr grosses Engagement und die herzliche Atmosphäre machten den Nachmittag zu einem bereichernden Erlebnis für alle Beteiligten.

Von links: Toni Studer, Astrid Peissard, Sonja Marty, Ludovic Nobel, Pierre Damien Nizeyimana und Jean de Dieu Twagirimana.