Serie: SMB-Kandidaten erzählen von ihrer Berufung. Zweiter Kandidat, Isaac Akalakou, erzählt.

Isaac Akalakou, ursprünglich aus der Demokratischen Republik Kongo, hat im vergangenen Jahr das Programm «Community Experience» (Gemeinschaftserfahrung) der SMB in Driefontein, Simbabwe, durchlaufen. Heute setzt er seinen Ausbildungsweg in Harare fort, wo er das Philosophiestudium begonnen hat.
Das folgende Gespräch wurde von Arulpragash geführt, dem ersten SMB-Kandidaten aus Sri Lanka, der bereits sein eigenes Zeugnis im Courrier de Torry (Juli 2025) geteilt hat. Isaac erzählt hier, wie diese erste Etappe sein Leben geprägt hat.

16.01.2026

Autoren: Arulpragash Anton / Igor Kopeykin

Arulpragash Anton: Isaac, im Jahr 2025 hast du in Driefontein die Gemeinschaftserfahrung der SMB gelebt. Wie ist deine missionarische Berufung entstanden, und was hat dich zu diesem Schritt geführt?

Isaac Akalakou: Schon als Kind, noch während der Grundschule, verspürte ich den Wunsch, dem Herrn als Priester zu dienen – und mehr noch: als Missionspriester. Dieser Wunsch entstand durch die Begegnung mit einem Missionspriester in meiner Pfarrei. Damals verstand ich noch nicht den Unterschied zwischen einem Diözesanpriester und einem Missionar, aber seine Art zu leben und sich hinzugeben hat mich tief berührt. Mit der Zeit teilte ich diesen Wunsch mit meiner Familie, die mich mit Gebet und Ermutigung sehr unterstützt hat. Später wurde mir klar, dass ich kein Diözesanpriester werden wollte, sondern Missionar. Auf diesem Weg bin ich der SMB begegnet. Ihr besonderes Charisma hat mich sofort angesprochen: das brüderliche Leben, die Nähe zu den Armen und die Verkündigung des Evangeliums bis in die entlegensten Orte.

Wie hast du konkret diese erste Ausbildungsetappe in Driefontein erlebt?
Meine Gemeinschaftserfahrung in Driefontein war für mich eine grosse Freude. Ich habe dort ein einfaches Leben entdeckt, geprägt von Gebet, Arbeit, Gesang und Sport. Das brüderliche Miteinander, die Beziehungen zu meinen Mitkandidaten und zu den Menschen um uns herum haben mich tief bereichert. Am meisten beeindruckten mich die Freundlichkeit der Menschen und die friedliche Umgebung, in der wir lebten. Unser Alltag war geprägt von Einheit, gegenseitigem Respekt, Zusammenarbeit und Freude. Auch die interkulturelle Dimension hat mich sehr geprägt: die Sprache, die Lebensweise und die Liturgie der Ortskirche. Meine Eingewöhnung verlief überraschend schnell und leicht – ein Geschenk, mit dem ich nicht gerechnet hatte.

Was hat dir diese Erfahrung spirituell gebracht, und wie begleitet sie dich weiter auf deinem Weg?
Diese Zeit hat mir geholfen, Gott und mir selbst mehr zu vertrauen. Sie hat mich ermutigt, entschlossen auf die Ziele zuzugehen, die der Herr mir zeigt. Das Gebet hat einen zentralen Platz in meinem missionarischen Leben; es hilft mir, im Glauben treu zu bleiben – in Momenten der Freude wie auch in Zeiten der Prüfung. Ein Abschnitt aus der Heiligen Schrift begleitet mich besonders: «Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben?» Jesus sagte zu ihm: «Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du dort?» Der Mann antwortete: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele, mit all deiner Kraft und all deinem Denken – und deinen Nächsten wie dich selbst.» Jesus sagte zu ihm: «Du hast richtig geantwortet. Handle danach, und du wirst leben.» (Lk 10,25–28)

Heute, nach diesem Jahr in Driefontein, setze ich meine Ausbildung in Harare im Fach Philosophie fort. Mein Wunsch bleibt derselbe: Priester und Missionar zu werden, verfügbar für die SMB und im Dienst der Kirche – nahe bei den Armen, den Verwundbaren und all jenen, die die Hoffnung verloren haben.