Flohmarkt im Bethlehemhof, Immensee

Am Samstag, dem 30. Mai 2026, hat der zweite Flohmarkt im Bethlehem stattgefunden. Rund 30 Verkäuferinnen und Verkäufer boten den Besucherinnen und Besuchern ihre Waren zum Kauf an. Ein Bericht von Markus Isenegger.

veröffentlicht am 01.06.2026

Autor: Markus Isenegger SMB
Fotos: Lydia Leumann

Am meisten gefällt mir der halbwüchsige Junge hinter dem Verkaufstisch, der mit leicht gebrochener Stimme dem elfjährigen Käufer ein Auto anträgt. Über zwanzig Fahrzeuge – en miniature – hat der junge Händler aufgereiht, in verschiedenen Farben und Automarken. Schliesslich gehen die beiden den Deal ein. Mit Handschlag.

Das Schauen, Feilschen ist gewiss der Hauptreiz eines jeden Marktes. Und so ist die Stimmung auch heute, am Samstag, 30. Mai 2026, im Bethlehem Immensee. In den Nischen des Hofs stehen an die zwanzig Tische, und in der Galerie des Kinderhorts noch weitere zehn. Gleich beim Eingang treffen die Besucher auf die Missionswelt der SMB. Zahlreiche Bücher erzählen ihre Geschichte, und etliche Gegenstände aus Übersee bezeugen sie. Darunter ist eine Muschel aus Taiwan, die soeben von einer Besucherin erworben wird. Ich schlendere durch die bunte Szene, treffe bald auf den Stand mit ukrainischer Vertretung; sportliche und auch künstlerisch gestaltete Sachen hat es da.

Sowohl Mieter:innen als auch externe Personen waren mit einem Verkaufsstand vor Ort vertreten.

Der Kleiderladen nebenan ist so überlaufen, dass ich nicht dazukomme, mir einen der Pullover anzupassen, schliesslich gelange an den Tisch für Töff-Ausrüstung: Eine schwarze Hose, der brandneue Helm und eine tadellose Lederjacke sind hier feilgeboten, die letztere in Grösse XXL. «Das ist nun doch zwei Nummern zu weit für Ihr dürres Knochengerüst», spasst die Händlerin.

Am Nachmittag besuche ich den zweiten Teil des Marktes, er liegt in der Galerie nebenan. Töne einer Handharmonika locken mich an. Hier ist etwas mehr Platz als in den Hofnischen. An einem Stand bieten zwei Jungen Hot Dog mit Senf an, dazu etwas zu trinken. Dann sind weitere Tische, jener mit sorgfältig ausgelegten Kinderschuhen; einer mit Perlketten und Armringen, Schmuck. Bei den Küchenutensilien bleibe ich stehen. Mich fasziniert der Topf aus Steingut, von der Art, wie meine Mutter ihn einst brauchte, um Eier in Salz einzumachen. Ein rostfreies Mehlsieb und das irdene «Teig-Becki» zum Einrühren wären zu haben.

Verkauft wird wohl wenig; mehr aber wird besichtigt, betastet, beredet und begegnet. So geht es zu und her von 10 Uhr bis gegen 16 Uhr.

An den Ständen wurde den ganzen Tag über rege verkauft.

Aus dem Bethlehem ist eine quirlige Siedlung geworden. Hinter dem Ereignis steht viel Freiwilligenarbeit, sowohl beim Einrichten, bei der Tagespräsenz und schliesslich beim Abräumen. – Ob wieder einmal so etwas gemacht werde, frage ich am Spätnachmittag eine Organisatorin? Sie mag mir nicht sogleich antworten. –

Am Vormittag, als ich, von Küssnacht kommend, eintraf, hat mich an der Artherstrasse das grosse Panneau-Schild mit den buntfarbigen Majuskeln «HEUTE FLOHMARKT» empfangen, etwas tiefer, an demselben Schild steht in Normalschrift: «Anlieferungen Parkplatz P». Hm! Den Veranstaltern fehlt es nicht an Zuversicht.

An der Artherstrasse wies ein Schild auf den Flohmarkt hin.

Organisation

Der Flohmarkt wurde von Lydia Leumann, Oksana Riedling und Hildegard Getzmann organisiert. Der Verein Missionshaus Bethlehem dankt den dreien herzlich für ihre Bemühungen.

Weitere Impressionen vom Flohmarkt 2026

Der Flohmarkt war dank des schönen Wetters den ganzen Tag über sehr gut besucht.
Eine Familie an ihrem Verkaufsstand.
Die Standverkäuferinnen waren bestens gelaunt.